Im Rahmen der Orientierungswoche des von-Saldern-Gymnasiums durften wir erneut mehrere 11. Klassen an der Technischen Hochschule Brandenburg begrüßen. Gemeinsam führten wir unseren Workshop „Prototyping Sustainability – nachhaltige IT gestalten“ durch. Dieses Mal erwartete die Schülerinnen und Schüler jedoch ein besonderer Perspektivwechsel: Statt selbst nachhaltige digitale Produkte zu entwickeln, übernahmen sie die Rolle von Nachhaltigkeitsberater:innen.
In kleinen Teams analysierten die Teilnehmenden bestehende digitale Produktideen und bewerteten diese hinsichtlich ihrer ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Ziel war es, Potenziale und Herausforderungen zu identifizieren und konkrete Empfehlungen für eine nachhaltigere Gestaltung zu entwickeln. Dabei standen nicht nur technische Aspekte im Vordergrund, sondern auch Fragen nach Ressourcenschonung, Nutzerorientierung, gesellschaftlicher Verantwortung und der langfristigen Wirkung digitaler Lösungen.
Für die Bearbeitung erhielten die Gruppen ein eigens entwickeltes Beratungstemplate, das sie Schritt für Schritt durch den Analyse- und Beratungsprozess führte. So konnten sie ihre Erkenntnisse strukturieren, Verbesserungsvorschläge ausarbeiten und diese abschließend in Form einer kurzen Beratungsempfehlung präsentieren. Die Teams diskutierten ihre Ideen intensiv und setzten sich dabei mit unterschiedlichen Perspektiven auf nachhaltige Digitalisierung auseinander.

Während der Gruppenarbeit entwickelten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam Nachhaltigkeitsempfehlungen für digitale Produktkonzepte.
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Das eigens entwickelte Beratungstemplate unterstützte die Gruppen dabei, ihre Analysen zu strukturieren und konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Der Beratungsansatz ergänzt unser etabliertes Workshopformat „Prototyping Sustainability – nachhaltige IT gestalten“ um eine weitere praxisnahe Methode. Während im klassischen Workshop eigene nachhaltige Produktkonzepte entstehen, ermöglicht die Beraterrolle den Teilnehmenden, bestehende Lösungen kritisch zu reflektieren und fundierte Handlungsempfehlungen zu entwickeln – eine Kompetenz, die auch in Unternehmen und Organisationen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Besonders spannend war zu beobachten, wie unterschiedlich die Gruppen an dieselben Fragestellungen herangingen. Die entwickelten Empfehlungen reichten von Maßnahmen zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs über eine verbesserte Nutzerführung bis hin zu Ideen für mehr Transparenz und sozialer Nachhaltigkeit digitaler Produkte. Die abschließenden Präsentationen zeigten eindrucksvoll, dass nachhaltige Digitalisierung immer das Ergebnis verschiedener Perspektiven und gemeinsamer Diskussionen ist.
Wir haben uns sehr über das große Engagement und die kreativen Diskussionen der Schülerinnen und Schüler gefreut. Der Beratungsansatz hat gezeigt, dass sich das Format „Prototyping Sustainability – nachhaltige IT gestalten“ flexibel weiterentwickeln lässt und Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven erlebbar macht.
Im Rahmen der Orientierungswoche „Ein Sprungbrett in die Zukunft“ des von Saldern-Gymnasium in Brandenburg a.d. Havel lernten 120 Schüler*innen der 11. Klasse an der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) wissenschaftliches Arbeiten und das Erstellen von Prototypen nachhaltiger IT-Produkte kennen.
Ein Schwerpunkt war hierbei der Workshop „Prototyping Sustainability – nachhaltige IT gestalten“, der von unserem NaDi-Team im Rahmen des Projekts InNoWest auf Englisch und Deutsch angeboten wurde. Der Workshop bietet den Schüler*innen die Möglichkeit, sich mit der Nachhaltigkeit digitaler Produkte am Beispiel der Arbeitsbedingungen, der Treibhausgasemissionen und des Wasserverbrauchs auseinanderzusetzen.

Drei Tage lang waren Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des von Saldern-Gymnasiums bei einer Orientierungswoche zu Gast an der THB. Foto: THB © Norman Giese
Mithilfe von Bausteinen konnten die Schülerinnen die Auswirkungen ihres eigenen Konsumverhaltens visualisieren. Der Workshop verfolgt hierbei einen lösungsorientierten Ansatz, bei dem die Sustainable Development Goals (SDGs) praktisch erfahrbar werden und die Teilnehmenden selber IT-Produkte nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit prototypisch gestalten können. Dadurch lernten die Schülerinnen nicht nur, wie digitale Produkte wie Webseiten, Apps und Smartphone nachhaltig gestaltet werden können und wie wichtig ein bewusster Umgang mit Informationstechnologie ist, sondern konnten auch die Verbindung zwischen Gesellschaft und Technologie praktisch erleben.
Die Pressemitteilung zur Orientierungswoche „Ein Sprungbrett in die Zukunft“ kann hier gefunden werden.
@ 17. Juni 2024
Am 11. und 14. Juni fand jeweils ein Workshop „Prototyping sustainability - designing sustainable IT” im Rahmen des Englischunterrichts am Bertholt-Berecht-Gymnasium in Brandenburg an der Havel mit zwei Klassen aus der Jahrgangsstufe 10 statt.
Die vier-stündigen Workshops geben den Schüler:innen Einblick in die großen Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und IT. Es wird erklärt, wie die Themen zusammenhängen und welche Herausforderungen es mit sich bringen kann Digitalisierung und IT nachhaltiger zu denken. Ein Beispiel dieser Herausforderungen sind die Rechenzentren, diese verbrauchen große Mengen an Wasser in der Kühlung, versiegeln große Flächen und haben einen großen Wartungsbedarf. In Kalifornien führt das zu Nutzungskonflikten, während Landwirte im Sommer ihre Felder nicht mehr gießen dürfen, verbrauchen die Rechenzentren weiter unlimitiert Wasser für die Kühlung ihrer Anlagen.
Der Workshop fokussiert allerdings nicht nur auf die Herausforderungen, sondern vor allem auf Lösungen. Exemplarisch an drei IT-Produkten (Webseite, App und Smartphone) werden die Schüler:innen zu Nachhaltigkeitsdesigner:innen und gestalten die nachhaltigeren IT-Produkte der Zukunft. Von uns bekommen die Schüler:innen ein paar Anhaltspunkte und Ideen für nachhaltigeres IT-Design, daraufhin gestalten sie in Gruppen kreative Ideen für nachhaltige IT-Produkte in Form von Prototypen. Diese Prototypen werden am Ende des Workshops von den Gruppen vorgestellt und das beste nachhaltige IT-Produkt gewinnt einen kleinen Preis.
Da Nachhaltigkeit in der Jahrgangsstufe 10 unter anderem im Englischunterricht vorgesehen ist, wurde auf Anfrage der Schule der Workshop ins Englische übersetzt und auf Englisch durchgeführt. Die Schüler:innen haben die Workshops bravourös gemeistert trotz oder vielleicht sogar wegen der Fremdsprache. Ein besonderer Dank an Sarah Karberg, die uns diese Workshops ermöglicht hat.